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Wie erkennt man im Garten die recycelnden Tiere und Insekten?

Der schwarze Fuchs hat Ihnen bereits die bestäubenden Insekten und Raubinsekten vorgestellt, die Ihnen tagtäglich im Garten helfen... Jedoch gibt es noch eine weitere Kategorie zu entdecken: die Recycler! Begeben Sie sich auf eine neue Entdeckungstour durch den Garten und erfahren Sie mehr über die recycelnden Insekten, die in der Ökologie auch als Destruenten bezeichnet werden, wer sie sind und wie man sie schützen kann! Und am Ende dieses Artikels erwartet Sie eine dritte Fibel zur Insekten-Erkennung, diesmal mit den recycelnden Insekten...

Recycelnde Tiere und Insekten – wer sind sie? 

Recycelnde Tiere und Insekten stellen für Gärtner eine neue Kategorie diskreter Verbündeter dar! Und unauffällig sind diese tatsächlich, denn sie sind sehr klein, manchmal sogar mikroskopisch klein! 

Wie der Name bereits andeutet, zeichnen sich die recycelnden Tiere und Insekten durch die Eigenschaft aus, die abgestorbenen Pflanzenreste des Gartens für eine Wiederverwertung durch den bestehenden Pflanzenbestand zu recyceln... Falls eine Pflanze, ein Baum oder auch nur ein Blatt abstirbt, kann deren Gewebe nicht einfach von der übrigen Vegetation aufgenommen werden. Dies gilt ebenso für Tierkadaver und Tierkot. Dieses organische Material muss wieder in für Pflanzen nutzbare Mineralsalze umgewandelt werden... Aber wie geschieht dies auf natürlichem Weg? 

Da die Natur durchaus sinnvoll strukturiert ist, übernehmen Insekten die Rolle der Recycler! Diese zerkleinern das organische Material in winzige Fragmente, die anschließend von Bakterien mineralisiert werden. Recycelnde Tiere und Insekten spielen daher eine sehr wichtige Rolle im Garten, da der Anteil der Mineralsalze und damit die Fruchtbarkeit des Gartens zu einem großen Teil von ihnen abhängt! 

Welche Tiere und Insekten des Gartens gehören zu den Recylern? 

  • Die Regenwürmer: Diese sind zweifellos die bekanntesten Recycling-Tiere! Sie graben labyrinthartige unterirdische Gänge, um sich fortzubewegen, was wiederum die Belüftung, Hydratation, Mineralisierung und Verteilung der Bodennährstoffe fördert. Der Gemeine Regenwurm, dessen wissenschaftliche Bezeichnung "Lumbricus terrestris" lautet, ist die bekannteste Gattung der Regenwürmer, die über 10.000 Arten umfasst! Sie ernähren sich von organischem Material und Pflanzenresten. 
  • Die Springschwänze (Collembola): Diese kleinen, nur wenige Millimeter großen Insekten sind der Allgemeinheit nur wenig bekannt; sie sind für das ökologische Gleichgewicht des Gartens jedoch von entscheidender Bedeutung! Diese gehören zur Gruppe der Sechsfüßer oder Hexapoden und sind in mehr als 3.000 Arten unterteilt! Die Collembola haben keine Flügel, verfügen jedoch über Fühler. Sie leben in Kolonien und treten bei einer reichhaltigen und ausgewogenen Bodenstruktur besonders zahlreich auf! 

Foto der Website "Passion Entomologie" (https://passion-entomologie.fr/les-collemboles/)

  • Die Asseln: Diese gehören zur Klasse der Krebstiere und zersetzen organisches Material, hauptsächlich Pflanzenmaterial, in Komposthaufen oder an kühlen oder feuchten Orten, wie beispielsweise unter einem großen Stein oder einem Baumstamm. 
  • Fliegen und Mücken im Larven-Stadium: Diese invasiv auftretenden Insekten werden oft als unangenehm empfunden und ihr Nutzen für den Garten wird daher oft verkannt... Die Larven zahlreicher Fliegenarten ernähren sich jedoch ausschließlich von Pflanzenresten oder anderen organischen Stoffen. Dies beschleunigt den Zersetzungsprozess im Garten und fördert die Wiedergewinnung von Nährstoffen, die anschließend den Pflanzen zur erneuten Energiegewinnung zur Verfügung stehen. 

Was können Sie tun, um recycelnde Tiere und Insekten zu schützen? 

Um die Ansiedlung von recycelnden Tieren und Insekten zu fördern, empfiehlt es sich, die Bodenbearbeitung in der Tiefe weitestgehend einzuschränken, damit diese nicht gefährdet oder gar vertrieben werden. Wir verzichten somit auf das Umpflügen des Bodens, das den Regenwürmern schadet und die unterirdische Tierwelt aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt. Diese Bodenumschichtung beinhaltet das Risiko, dass die recycelnden Insekten Umweltbedingungen ausgesetzt werden, die nicht ihrem natürlichen Lebensraum entsprechen und ihr Überleben gefährden. 

Der schwarze Fuchs hat bereits darauf hingewiesen, dass es zum Schutz von bestäubenden Insekten und Nützlingsinsekten erforderlich ist, auf den Einsatz von chemischen Düngemitteln zu verzichten... Dies gilt auch für den Schutz von recycelnden Insekten. Der Einsatz von chemischen Düngemitteln beeinträchtigt die Bodenqualität und entzieht diesen nützlichen Kleinstlebewesen die Nahrungsgrundlage... Letztendlich verursacht der Einsatz von chemischen Düngemitteln den Verlust dieser Insekten. 

Falls sich in Ihrem Garten noch kein Komposthaufen befindet, möchten wir Ihnen abschließend empfehlen, in dieser Jahreszeit mit der Kompostierung zu beginnen, denn jetzt ist der beste Zeitpunkt, ihn anzulegen! Dieses Konzept erweist sich für die Wiederverwertung Ihrer Abfälle als äußerst nützlich, da Sie damit das Gewicht Ihrer gesammelten Haushaltsabfälle um bis zu einem Drittel reduzieren können! Abfälle pflanzlichen Ursprungs bilden für recycelnde Insekten eine natürliche Anziehungsquelle. Darüber hinaus ist er ein natürlicher Dünger mit zahlreichen Vorzügen: Er verbessert die Bodenfruchtbarkeit (Freisetzung von Nährstoffen), ermöglicht weniger häufiges Gießen, fördert die Pflanzenentwicklung, schützt die Pflanzen vor verschiedenen Krankheiten, macht Lehmböden leichter und begrenzt übermäßige Temperaturunterschiede.

Der schwarze Fuchs stellt Ihnen die aktuelle Fibel zur Insekten-Erkennung zur Verfügung; diese enthält Karten zum Auffinden und Erkennen der verschiedenen recycelnden Insekten und Kleinstlebewesen, die wir Ihnen in diesem Artikel vorgestellt haben... Jetzt bleibt uns nur noch, in die Garten-Clogs zu schlüpfen und die Handschuhe anzuziehen , um sich mit den Kindern gemeinsam auf die Suche nach neuen, kleinen Garten-Helfern zu machen!  Nehmen Sie Ihre Familie während der Schulferien auf eine spielerische Entdeckungsreise mit...

Machen Sie Ihre eigenen Sommermarmeladen!

Wer hat nicht schon davon geträumt, köstliche hausgemachte Marmeladen mit Früchten aus dem Garten herzustellen? Der Sommer gibt uns die Möglichkeit, schöne Früchte zu ernten, um sie dann im Rest des Jahres als Marmeladen und Gelees zu genießen ... Gehen Sie mit dem Schwarzen Fuchs im August auf Obsternte und entdecken Sie die verschiedenen möglichen Mischungen und die Herstellungsschritte für eine gute hausgemachte Marmelade. 

Ernten von Sommerfrüchten 

Der Sommer beschenkt uns mit zahlreichen Früchten ... Die Sonne hat Aprikosen-, Pfirsich-, Birnbäume oder auch Johannisbeersträucher zur Entfaltung gebracht ... Ob Sie die reifen Früchte im Garten pflücken, am Marktstand aussuchen oder im Wald ernten, sie ergeben einmal gewaschen und zubereitet köstliche Marmeladen. 

Hier ist eine Liste verschiedener Früchte, die zu Marmelade verarbeitet werden können: 

  • Aprikosen 
  • Rote Johannisbeeren
  • Schwarze Johannisbeeren 
  • Pfirsiche
  • Nektarinen
  • Tomaten
  • Erdbeeren 
  • Birnen 
  • Preiselbeeren
  • Himbeeren
  • Renekloden ... 

Man zieht ein Paar Gartenclogs an oder Halbstiefel, wenn man durch Felder oder den Wald läuft, man streift ein Paar Handschuhe über und wählt seinen schönsten Korb aus ... Und auf geht‘s, um die besten Sommerfrüchte zu pflücken! 

Die verschiedenen möglichen Mischungen für eine gute hausgemachte Marmelade

Sobald die Früchte geerntet sind, gibt es nur noch eins: Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, um die besten Marmeladen herzustellen! Einzeln oder gemischt zubereitet, werden diese Früchte der Saison Sie mit ihrem Geschmack überraschen. 

Sie können 3 verschiedene Marmeladenmischungen kreieren: 

  • 1- Die klassische Marmelade, eine garantiert gute Wahl. Erdbeeren, Aprikosen, Brombeeren ... Aus dieser Frucht kochen Sie Ihre Sommermarmelade, die einen vorherrschenden Geschmack haben wird. 
  • 2 - Marmelade aus 2 verschiedenen Früchten. Sie können z.B. eine festere, weniger wasserhaltige Frucht mit einer saftigeren Frucht mischen, z.B. Aprikose mit Nektarine. 
  • 3 - Wie wäre es mit einer Marmelade aus allen möglichen Obstsorten? Wenn die Früchte schön reif sind, warum mischen Sie diese dann nicht ganz nach Belieben? Die Marmelade ist dann Ihr Markenzeichen und niemand kennt das Geheimnis ... Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, wie es Ihnen gefällt!

Sie können auch Aromen, Gewürze oder Blüten hinzufügen, um Ihrer Marmelade noch mehr Geschmack zu verleihen: Vanille, Nelken, Rosenblüten, Lavendel oder Kapuzinerkresse ... Für individuelle Marmeladen in Ihrem eigenen Stil!

Die verschiedenen Schritte bei der Zubereitung Ihrer hausgemachten Marmelade 

  • 1. Schritt: Sterilisation der Marmeladengläser 

Dieser erste Schritt ist wichtig, weil er Ihnen ermöglicht, Ihre Gläser vor dem Gebrauch zu sterilisieren und so die Ansiedlung von Bakterien in Ihrer Marmelade zu verhindern. Entweder führen Sie diesen Vorgang mit einem Sterilisator durch oder Sie wählen die handwerkliche Methode. Letztere besteht darin, dass Sie Ihre Deckel und Gläser in einen Topf mit heißem Wasser tauchen. Diese müssen während maximal 10 bis 15 Minuten in dem kochenden Wasser bleiben. Zum Schluss brauchen Sie nur noch die Gläser und Deckel mit einer Gabel oder Zange entfernen, ohne diese innen zu berühren (Gefahr einer Rekontamination), und die Gläser umgedreht auf ein sauberes Tuch zu stellen. 

  • 2. Schritt: Auswahl der Früchte 

Die Auswahl der Früchte ist wichtig für eine gelungene Marmelade! Überreife oder beschädigte Früchte können dazu führen, dass Ihre Marmelade keinen guten Geschmack hat ... Verarbeiten Sie die Früchte gleich nach der Ernte, damit sie ihr ganzes Aroma bewahren! 

  • 3. Schritt: Wiegen der Früchte

Nachdem Sie die Früchte ausgewählt haben, ist es wichtig, sie genau zu wiegen, damit Sie die richtige Zuckermenge zugeben können. Denn für Ihre selbstgemachte Marmelade benötigen Sie die gleiche Menge Zucker, wie Sie Früchte haben. Zuvor genügt es, die Früchte mit lauwarmem Wasser zu waschen, wobei die nicht essbaren Teile und die eventuell vertrockneten Enden zu entfernen sind. 

  • 4. Schritt: Frucht-Zucker-Mischung

Bevor Sie die Früchte mit dem Zucker mischen, schneiden Sie diese in die gewünschte Größe oder pürieren Sie sie leicht in einem Mixer. 

Tipp des Schwarzen Fuchses: Für eine schmackhaftere und aromareichere Marmelade können Sie diese 12 Stunden lang im Kühlschrank ziehen lassen. Die Fruchtaromen kommen dadurch noch besser zur Geltung! 

Wenn Sie Ihrer Marmelade mehr Konsistenz verleihen möchten, können Sie frischen, biologischen Apfelsaft hinzufügen. Dies gilt insbesondere für Marmeladen aus roten Früchten, die pektinarm sind und dadurch weniger geleeartig werden. 

Um die Haltbarkeit zu verbessern, kann der Zubereitung frischer Zitronensaft beigefügt werden. Für 500 Gramm Zucker rechnet man den Saft einer ½ Zitrone. 

  • 5. Schritt: Kochvorgang 

Geben Sie das Ganze in einen Kochtopf und kochen Sie es 15 Minuten lang bei starker Hitze. 

Ein Ratschlag: Lassen Sie die Zubereitung nicht aus den Augen, sie könnte sonst misslingen ... Die Marmelade erfordert Ihre volle Aufmerksamkeit! Wenn Sie das nötige Material haben, um die Temperatur zu messen, sollten Sie wissen, dass Ihre Marmelade fertig ist, sobald sie 105 °C erreicht hat. 

Rühren Sie die Zubereitung mit einem Holzlöffel um und schöpfen Sie den beim Kochen entstehenden Schaum immer wieder ab. 

  • 6. Schritt: Die Abfüllung 

Jetzt kommt die Marmelade in die Gläser! Füllen Sie Ihre heiße Marmelade mithilfe eines Trichters in Ihre zuvor sterilisierten Gläser. Die Gläser können bis zum Rand gefüllt werden. Nachdem Sie die Gläser mit dem Deckel verschlossen haben, brauchen Sie diese nur noch 10 Minuten auf den Kopf zu stellen, damit die Hitze das Glas vollständig pasteurisieren kann. 

  • 7. Schritt: Lagerung Ihrer hausgemachten Marmeladen 

Damit Ihre Marmeladen lange haltbar sind und auch im Herbst und Winter noch genossen werden können, ist es wichtig, die Gläser in einem dunklen Raum bei nicht mehr als 18 °C zu lagern.

Und wie wäre es, wenn Sie zum Schluss noch ein paar schöne individuell gestaltete Etiketten aufkleben würden? Der Schwarze Fuchs bietet Ihnen verschiedene Etiketten, um Ihren Marmeladengläsern eine persönliche Note zu geben!

Also schlüpfen Sie in Ihre Clogs und gehen Sie ernten, der Garten wartet nur auf Sie!